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Beitrag der Region Altmark zur Teilnahme an der 2. Stufe des Wettbewerbs "Bioenergie-Regionen" des BMELV eingereicht

Am 29.09.2008 gab das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Regionen bekannt, die sich im Wettbewerb „Bioenergie-Regionen" für die zweite Phase qualifiziert haben. Die Altmark gehört als eine von zwei Regionen aus Sachsen-Anhalt zu den 50 Regionen, die aufgrund qualitativ hochwertiger Ideenskizzen nun ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit erarbeiten durften.

Der Regionalverein Altmark e.V. hat als Beitrag zum Wettbewerb „Bioenergie-Regionen" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das REK „Bioenergie-Region Altmark" beschlossen und fristgemäß bei der Geschäftsstelle des Bundeswettbewerbes, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), in Gülzow eingereicht.

Die langfristigen im REK beschriebenen Ziele im Bereich Bioenergie sind ausgerichtet auf die Generierung regionaler Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Sicherung von Ressourcenverfügbarkeit sowie den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Kultur- und Naturlandschaften. Bis zum Jahr 2020 soll die Bioenergie zur Deckung des regionalen Wärmebedarfs einen Beitrag in Höhe von 30 Prozent erbringen. Damit ist ein überdurchschnittlicher Beitrag der Altmark zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien insgesamt verbunden.

Als strategischer Ansatz sollen Wertschöpfungspartnerschaften zur nachhaltigen Nutzung vorhandener sowie neu zu schaffender Biomassepotenziale aufgebaut und optimiert werden. Gestärkt werden sollen die Wertschöpfungsketten mit den Endprodukten „Wärme", „Biogas" und „Biokraftstoffe". Durch gezielte Steuerung und regionale Kooperationen soll es gelingen, die Grundlage für Investitionen zu schaffen. Zugleich werden bestehende Bioenergieanlagen bei der Ermittlung von Optimierungsmöglichkeiten zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zur Erhöhung der Effizienz insbesondere durch Ermittlung von Wärmesenken unterstützt. Insgesamt spielt der Wissens- und Know-how-Aufbau eine wesentliche Rolle. Zudem zielen die Aktivitäten auf eine Erhöhung der Akzeptanz für Bioenergie und Erneuerbare Energien in der breiten Bevölkerung ab. Eine Analyse der „weichen Wirkungen" erfolgt durch eine umweltpsychologische Begleitforschung. Die Herangehensweise zur Projektumsetzung basiert auf der Betrachtung des Gesamtsystems unter Nutzung der vorhandenen Informationen sowie der Identifikation und Erhebung notwendiger Daten und der Darstellung von Zusammenhängen. Auf Grundlage des Wissens über die Potenziale und die Engpässe zur Nutzung der Biomasse werden konkrete standortbezogene Aktivitäten abgeleitet und solche Maßnahmen umgesetzt, die Modellcharakter besitzen und zugleich eine Übertragbarkeit auf das gesamte System gewährleisten.

Das Bioenergie-Netzwerk soll auf den vorhandenen Strukturen des Regionalverein Altmark e.V. basieren und regionale Initiativen im Bereich Bioenergie und Erneuerbare Energien weiter zusammenführen. Bereits die Erstellung des vorliegenden REK war in einen partizipatorischen Prozess mit unterschiedlichen regionalen Akteuren eingebettet.

Insgesamt haben sich bundesweit 210 Regionen an der ersten Wettbewerbsphase beteiligt. Aufgrund der großen Resonanz sollen statt der bisher vorgesehenen 16 nunmehr insgesamt 25 Regionen mit bis zu 400.000 Euro gefördert werden. Die Gewinner des Bundeswettbewerbes werden im März 2009 bekanntgegeben.