Die Lokale Aktionsgruppe Im Gebiet zwischen Elbe und Havel

Das Gebiet der Lokalen Aktionsgruppe liegt zwischen Elbe und Havel, im Nordosten von Sachsen-Anhalt. Es ist identisch mit dem ehemaligen Altkreis Havelberg und grenzt als östliche Region des Landkreises Stendal an das Bundesland Brandenburg. Einen besonderen Stellenwert in der überwiegend ländlich geprägten Region nimmt die Siedlungsstruktur ein. Mit einer Fläche von 509 km² und ca. 17.700 Einwohnern, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 34,8 EW/km2, ist diese im Vergleich zum gesamten Landkreis Stendal, mit einer Bevölkerungsdichte von 55 EW/km2, als sehr gering einzuordnen. Die Anpassung der ländlichen Infrastruktur an den demographischen Wandel ist Handlungsschwerpunkt der Arbeit der Lokalen Aktionsgruppe, um den Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs entgegen zu wirken. Das Gebiet zwischen Elbe und Havel ist aber auch von einer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft gekennzeichnet. Zahlreiche Natur- und Landschaftsschutzgebiete von nationaler und internationaler Bedeutung, die Bestandteil des europäischen NATURA 2000 Schutzgebietsystems sind, erstrecken sich über die Region. Somit kommt der Bewahrung und der nachhaltigen Nutzung dieses sensiblen Naturraumes eine besondere Bedeutung zu.
Die EU Gemeinschaftsinitiative Leader ist auf die Entwicklung des ländlichen Raumes ausgerichtet. Leader fördert integrierte Ansätze die von Aktiven auf lokaler Ebene tätigen Partnerschaften, LAG`en erarbeitet und umgesetzt werden. Für Projekte die nach der Leader Methode durchgeführt werden, stellt die Europäische Union bis zum Jahr 2013 insgesamt 44 Millionen Euro in Sachsen-Anhalt zur Verfügung.
Die LAG Im Gebiet zwischen Elbe und Havel kann auf ihre umfassenden Erfahrungen aus der vergangenen Leader+-Phase aufbauen. Thematisch hat die Gruppe sich dazu entschlossen, das Handlungsfeld „Dezentrale Abwasserversorgung“ als ein wichtiges Thema für die Region fortzuführen. Entsprechend liegen hier bereits konkrete Projektvorschläge vor, die aufbauend auf den vorhanden Kenntnissen relativ schnell umgesetzt und zu nutzbaren Ergebnissen für die Region führen können. Das zweite Handlungsfeld umfasst wie bei der LAG Uchte-Tange-Elbe Maßnahmen zur Anpassung der ländlichen Infrastruktur an den demografischen Wandel.



